Breitbandversorgung im Markt Heiligenstadt i. OFr.

gemäß Breitbandrichtlinie vom 09. Juli 2014

Die Marktgemeinde Heiligenstadt i. OFr. beabsichtigt, im Rahmen des bayerischen Breitbandförderverfahrens eine leistungsfähige Breitbandversorgung herbeizuführen bzw. die bereits vorhandene Breitbandversorgung zu verbessern.

Das Bayerische Breitbandförderprogramm, welches zum 09.07.2014 in überarbeiteter Form in Kraft getreten ist, sieht die Durchführung von mehreren Verfahrensschritten zur Erreichung eines Hochgeschwindigkeitsinternets vor.

Der Freistaat Bayern fördert mit der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen (Breitbandrichtlinie – BbR) vom 09.07.2014 den sukzessiven Aufbau von hochleistungsfähigen Breitbandnetzen (Netze der nächsten Generation, NGA-Netze) mit Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/s im Download und viel höheren Upload-Geschwindigkeiten als bei Netzen der Grundversorgung in den Gebieten, in denen diese Netze noch nicht vorhanden sind und in denen sie in den kommenden drei Jahren von privaten Investoren wahrscheinlich auch nicht errichtet werden.

Die Firma IK-T aus Regensburg unterstützt die Marktgemeinde Heiligenstadt i. OFr. als externer technischer Berater im Föderprogramm.

Ansprechpartner im Rathaus:

Herr Rüdiger Schmidt, Telefon-Nr. 0 91 98 / 92 99 20,
E-Mail: ruediger.schmidt@markt-heiligenstadt.de


Bestandsermittlung und Markterkundung

Bestandsaufnahme

Bestandsaufnahme für den Breitbandaufbau

Der Freistaat Bayern strebt mit dem neuen Förderprogramm einen schrittweisen Ausbau von hochleistungsfähigen Breitbandnetzen in Bayern mit Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/s im Downstream und mindestens 2 Mbit/s im Upstream (Netze der nächsten Generation, NGA-Netze) an.

Die Marktgemeinde Heiligenstadt i. OFr. hat in einer Bestandsaufnahme die Ist-Versorgung ermittelt und ein vorläufiges Erschließungsgebiet festgelegt, in dem Ausbaubedarf für ein NGA-Netz bestehen könnte.

Die Ist-Versorgung und das vorläufige Erschließungsgebiet sind in der Dokumentation unter dem Link http://breitband.regensburg-it.de/heiligenstadt_ba dargestellt.

Markterkundung - Bekanntmachung

Markterkundung für einen Breitbandausbau

Die Marktgemeinde Heiligenstadt i. OFr. führt eine Markterkundung im Rahmen der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen in Bayern durch.

Die Anfrage zur Markterkundung wird Ihnen als PDF-Datei unter dem Link http://breitband.regensburg-it.de/heiligenstadt_ba zum Download bereitgestellt.

Markterkundung - Ergebnis

Ergebnis der Markterkundnung - Frist 21.04.2015 bis 27.05.2015

Die Marktgemeinde Heiligentadt i. OFr. hat eine Markterkundung gemäß Breitbandlinie - BbR durchgeführt.

Unter nachfolgenden Link http://breitband.regensburg-it.de/heiligenstadt_ba ist das Ergebnis ersichtlich.

Auswahlverfahren - Bekanntmachung

Bekanntmachung der Auswahl eines Netzbetreibers für den Aus- bzw. Aufbau eines NGA-Netzes

Die Marktgemeinde Heiligenstadt i.OFr. führt ein Auswahlverfahren zur Ermittlung eines Netzbetreibers für den Aus- bzw. Aufbau eines NGA-Netzes einem/mehreren von der Gemeinde definierten Erschließungsgebiet(en) im Rahmen der Richtlinie zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen in Bayern (BbR) durch.

Interkommunale Zusammenarbeit zwischen der Marktgemeinde Heiligenstadt i. OFr. und der Nachbarkommune Gemeinde Aufseß www.aufsess.de

Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit wurde eine übergreifende Ausbauplanung der teilnehmenden Kommunen erstellt. Es folgt ein zeitlich zwischen der Marktgemeinde Heiligenstadt i. OFr. und der Nachbarkommune Gemeinde Aufseß abgestimmtes Auswahlverfahren. Auf das laufende Auswahlverfahren der Nachbarkommune Gemeinde Aufseß wird verwiesen.

Die Unterlagen der Bekanntmachung können Sie über nachfolgenden Link http://breitband.regensburg-it.de/heiligenstadt_ba abrufen


Information an die Bürgerinnen und Bürger der Marktgemeinde Heiligenstadt i. OFr.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
der Breitbandausbau in unserer Marktgemeinde ist vordringliches Ziel. Viele Bürger warten auf eine adäquate Breitbandversorgung. Der Freistaat Bayern hat hierzu ein Breitbandförderprogramm mit einem Volumen von 1,5 Mrd. aufgelegt. Es würden uns bis max. 900.000 Euro mit einem Fördersatz von bis zu 70 % zur Verfügung stehen.
Wir sind in das Bayerische Förderprogramm eingestiegen und haben eine Markterkundung gestartet. Ergebnis war, dass kein Netzbetreiber bereit ist, ohne Fördergelder in unsere Gemeinde zu investieren. Im Januar 2016 veröffentlichten wir das Auswahlverfahren. Ziel war es, einen Netzbetreiber zu finden, der mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde ein zukunftsfähiges Breitbandnetz errichtet. Allerdings mussten wir feststellen, dass die Netzbetreiber nur eine kleine Lösung anboten, die den finanziellen Rahmen bereits ausschöpften. Das Angebot sah vor, dass wir im gesamten Gemeindegebiet nur für 15 % der Haushalte 50 Mbit/s Anschlüsse erhalten würden. 85 % der Haushalte würden nur 30 Mbit/s erhalten. Der Netzbetreiber hätte 12 Monate Zeit, das Netz in Betrieb zu nehmen. Das bedeutet, dass uns bis September 2017 ein Telekommunikationsunternehmen ein Netz errichten würde, das die Breitbandziele des Bundes verfehlen würde, und für den Endverbraucher momentan max. 50 Mbit/s zur Verfügung stehen. Aus technischer Sicht stellt die heute angebotene VDSL-Technologie über Kupfer eine Übergangstechnik dar. Wenn wir höhere Bandbreiten haben wollen, müssten wir bereits nach kurzer Zeit wieder investieren, um Glasfaser bis ins Haus zu bringen. Mit dem Bayerischen Programm lässt sich Glasfaser bis ins Haus nicht finanzieren. Aufgrund der hohen Investitionssumme über das Bayerische Förderprogramm mit dem Ergebnis von niedrigen Bandbreiten hat sich der Marktgemeinderat ausgiebig mit der Thematik beschäftigt.
Als Lösung sehen wir das Bundesförderprogramm.
Folgende Eckpunkte sind hier zu nennen:
- Bis zu 15 Mio. Fördersumme mit einem Anteil von 50 % durch den Bund
- Kofinanzierung durch den Freistaat Bayern in gleicher Höhe und Quote wie im Bayerischen Förderprogramm, also 900.000 €.
Chance für den Markt Heiligenstadt i. OFr.
Der Vorteil des Bundesförderprogramms wäre, dass jeder Bürger mit einer Technologie ausgestattet wird (FTTH), die zukünftig eine nahezu unbegrenzte Datenrate ermöglichen würde. FTTH-Produkte haben bereits heute Datenraten von 300 – 500 Mbit/s zu sehr attraktiven Preisen. Für interessierte Bürger und die Industrie würden bis zu 10.000 Mbit/s im Download und Upload zur Verfügung stehen. Für die Marktgemeinde Heiligenstadt hätte der FTTH-Ausbau den Vorteil, dass wir nur einmal in die Glasfasertechnologie investieren müssten. Folgeinvestitionen, wie bei der jetzt angebotenen VDSL-Kupfertechnologie, würden entfallen.
Das Bundesprogramm mit Glasfaser bis zum Haus ist eine große Chance für unsere Marktgemeinde.
Ich möchte jedoch an dieser Stelle die Nachteile und Risiken nicht verschweigen:
1. Verzögerung
Durch den Wechsel vom Bayerischen Förderprogramm in das neue Bundesförderprogramm ergibt sich eine Verzögerung von 6 bis 9 Monaten für den Baubeginn.
2. Fördergeld
Im Gegensatz zum Bayerischen Förderprogramm muss sich die Marktgemeinde für eine Förderung beim Bund bewerben und muss mit Kommunen aus dem gesamten Bundesgebiet konkurieren!
Es könnte im schlimmsten Fall dazu führen, dass der Bund unser Projekt nicht fördert. Sollte das der Fall sein, steht uns das Bayerische Förderprogramm weiterhin offen.
Aufgrund der großen Chance, ein flächendeckendes FTTH-Hochgeschwindigkeitsnetz für unsere Gemeinde aus Bundesmitteln gefördert zu bekommen, hat der Marktgemeinderat einstimmig beschlossen, dass wir die Chance auf jeden Fall nutzen sollten.
Für Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

gez. K r ä m e r
1. Bürgermeister


Heiligenstadt hat den ersten Meilenstein für den Netzausbau von superschnellen Breitband geschafft!

Bürgermeister Krämer hat am 10. November 2016 den Förderbescheid in Höhe von 50.000 € für die Planung des Netzausbaues von superschnellen Breitband im Rahmen des Bundesförderprogrammes in Berlin entgegengenommen.

Die Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dorothee Bär hat im Beisein von MdB Thomas Silberhorn (Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung) den Zuwendungsbescheid für Heiligenstadt übergeben.

Am 28.10.2016 hat der Markt Heiligenstadt i. OFr. den Antrag auf Gewährung einer Zuwendung für den Ausbau des Breitbandnetzes im Bundesprogramm gestellt (Dritter Förderaufruf).

Mit dem Bundesförderprogramm wird der Netzausbau technologieneutral gefördert. Der Fördersatz beträgt im Regelfall 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Der Höchstbetrag pro Projekt liegt bei 15 Millionen.

Für den Ausbau des Heiligenstadter Breitbandnetzes, also dem Ausbau mit superschnellen Internet in allen 24 Ortschaften des Marktes Heiligenstadt i. OFr. wird mit ca. 8.5 Millionen Euro Investitionskosten gerechnet.

Sollte der Markt im Januar 2017 den Zuschlag erhalten, wird in den Jahren 2017 bis 2018 der Ausbau in der Großgemeinde erfolgen.

von links nach rechts: 1. Bürgermeister Helmut Krämer, Staatssekretärin Dorothee Bär,
MdB Thomas Silberhorn, Geschäftsleiter Rüdiger Schmidt