Was ist Problemmüll?

Problemabfälle werden im Gesetz als "besonders überwachungsbedürftige Abfälle" bezeichnet und dürfen nicht mit dem normalen Hausmüll über die graue Tonne entsorgt werden. Ein bestimmter Stoff wird dann zu Problemmüll, wenn er durch seine Art, Beschaffenheit oder Menge in besonderem Maße gesundheits-, luft- oder wassergefährdend, explosibel oder brennbar ist.
Problemabfälle sind also besonders umweltgefährdend!

Helfen Sie mit, diese Gefahr zu verringern, indem Sie Ihre Problemabfälle getrennt vom restlichen Hausmüll sammeln.

Hinweis: Die Abgabe von Problemabfällen ist nur unter Aufsicht zu den angegebenen Zeiten gestattet. Wer Problemstoffe schon vorher an den Standorten (oder an anderen Orten) unerlaubt ablagert, macht sich strafbar!

Was gehört zum Problemabfall?

  • Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfungsmittel z. B. Herbizide, Fungizide, Insektizide, Ratten- u. Mäusegift;
  • Flüssige Altfarben und Altlacke
  • Lösemittelhaltige Abfälle z.B. Benzin, Nitroverdünner, Fleck- und Rostentferner, Pinselreiniger, Kleber, Bremsflüssigkeit, Spiritus, usw.
  • Batterien aller Art (Autobatterien, Akkus, Knopfzellen), enthalten teilweise noch Schwermetalle wie Cadmium und Queck- silber
  • Chemikalien z. B. Säuren, Laugen, Salze, Beizen, Chemikalien aus dem Hobby- bereich (Fotochemie, Chemielaborkästen, usw.)
  • Haushaltsreiniger und Wasch- bzw. Pflegemittel z.B. Abfluss- u. WC-Reiniger, Silbertauchbäder, Desinfektionsmittel, Reinigungsmittel mit Gefahrensymbol, Autopflegemittel (Rostumwandler, Entfroster, usw.), nicht vollständig entleerte Spraydosen
  • Quecksilberhaltige Abfälle z.B. Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, Quecksilberdampflampen, Thermometer, quecksilberhaltige Schalter
  • Feuerlöscher
  • PCB-Kondensatoren z.B. aus alten Fernsehern und Waschmaschinen
  • Altöl: Annahme von Kleinmengen; siehe "Tipps und Hinweise"

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein bestimmter Stoff bei der Problemmüllsammlung abgegeben werden kann, wenden Sie sich an die Abfallberatung!

Was gehört NICHT zum Problemabfall?

  • normaler Hausmüll
  • Wertstoffe aller Art
  • Munition
  • Sprengkörper
  • pyrotechnische Artikel
  • Druckgasflaschen
  • Altreifen
  • Tierkadaver
  • Asbesthaltige Abfälle (z.B. Eternitplatten)
  • Problemabfälle die aus Gewerbe und Industrie stammen

Tipps und Hinweise:

  • Altmedikamente können über die Restmülltonne entsorgt werden, da ihre Beseitigung unproblematisch ist. Um einem evtl. Missbrauch vorzubeugen sollten Sie die Medikament unkenntlich verpackt in die Restmülltonne geben.
  • Altlacke / Altfarben: Gebinde mit vollständig eingetrockneten Farben und Lacken sind Restmüll, da das schädliche Lösungsmittel bereits verdampft ist. Eine Abgabe bei der Problemmüllsammlung ist nicht mehr notwendig. Restentleerte metallische Gebinde (z. B. Metalleimer für Dickschichtfarbe, Farbdosen, ...) können als Schrott an den Wertstoffhöfen im Landkreis abgegeben werden.
  • Batterien: Aufgrund der Batterieverordnung des Bundes, muss der Handel seit 01.10.98 alle, also auch nicht schadstoffhaltige, von ihm vertriebenen Batterien nach Gebrauch vom Verbraucher unentgeltlich zurücknehmen und den Herstellern zur Verwertung oder Beseitigung überlassen. Der Verbraucher wird zur Rückgabe verpflichtet, um einen Schadstoffeintrag in den Hausmüll zu verhindern.
    Achten Sie auf entsprechende Sammelstellen in den Geschäften!
  • Altöl: Der Handel ist per Gesetz (Altölverordnung) zur Rücknahme von Altöl verpflichtet. D.h., jedes Geschäft, das Altöl verkauft muss die gleiche Menge auch wieder kostenlos zurücknehmen und einer ordnungsgemäßen Entsorgung oder Wiederverwertung zuführen.
    Für den Kunden ist es wichtig die Quittungen beim Kauf von Öl aufzuheben, um eine Rücknahme des Altöls sicherzustellen.
Noch Fragen zum Problemmüll?

Fragen Sie uns, wir stehen gerne zur Verfügung.unter 0951/85 705 oder 85702 oder per E-Mail:juergen.pfister@lra-ba.bayern.de, f.heer@lra-ba.bayern.de


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