Trockental der Tummler

Ein absoluter Höhepunkt ist das „Leinleitertal“ bei Heiligenstadt. Im Sommer ist es knochentrocken und im ausgehenden Winter entwickelt sich das nur wenige Meter breite Bachbrett zu einem sprudelnden Quell frischen Wassers. Schmelz- oder Regenwasser sickert durch das Karstgestein, sammelt sich unterirdisch und donnert mit Macht und Getöse aus einer höher gelegenen Felsöffnung hervor. Die sogenannten „Tummler“ haben es in sich und sind definitiv ein Besuch wert.

Das Trockental im Sommer kleiner Tummler grosser Tummler

Was sind Tummler?

Tummler ist die fränkische Bezeichnung für periodisch schüttende Karstquellen, die allgemein als Hungerbrunnen bezeichnet werden. Es handelt sich um Quellen, die in der trockenen Jahreszeit versiegen und nach besonders starken Regefällen oder bei der Schneeschmelze schütten.

Die allgemeine Bezeichnung „Hungerbrunnen“ geht auf den Volksglauben zurück, dass in Jahren, in denen sich besonders selten schüttende Quellen zeigen, Missernten und Hungersnöte folgen.

Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass in besonders niederschlagsreichen Jahren die Feldfrüchte verderben können.

Ein Kennzeichen der Tummler ist es, dass Wasser in einer Fontäne zu Tage tritt und Überschwemmungen verursacht. Die bekanntesten Tummler befinden sich oberhalb der Heroldsmühle im oberen Trockental der Leinleiter Richtung Laibarös in der Fränkischen Schweiz.

Quelle: Wikipedia

Wandertipp:

Auf den Pfaden der sagenhaften Tummler im Leinleitertal:

Länge: 20 km (Abkürzung möglich)
Markierung: Schieferplatte mit weißem Bierkrug
Start und Parkplatz: Burgklause von Schloss Greifenstein
Einkehr: Brauerei Gasthof Grasser in Huppendorf, Brauerei Gasthof Ott in Oberleinleiter, Burgklause Schloss Greifenstein
Wegbeschreibung: Schloss Greifenstein – rechts vorbei an Brunn – Huppendorf – Laibarös – Heroldsmühle – Oberleinleiter – Reckendorf – Schloss Greifenstein

Ein ausgezeichneter Rundwanderweg durch das legendäre Trockental der oberen Leinleiter mit 3 perfekten Einkehrmöglichkeiten. Der Weg führt vorbei an Schloss Greifenstein (regelmäßige Führungen), einer gotischen Kapelle und der Heroldsmühle, eines der ältesten Mühlräder Deutschlands.


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